Ein etwas turbulentes, erstes Bläserklassenjahr

„Shoulder Boogie-Woogie up and down, Shoulder boogie-Woogie up and down, rollin, rollin, rollin, rollin, fly and fly, and fly and fly, and clap your neck, clap your neck, strech and duck and strech and duck.“

So ging’s jeden Montag in der ersten Stunde im homeschooling los. Die ganze Klasse 5b wärmte sich mit Frau Russell auf. Dann begannen wir mit dem Üben. Manchmal war es laut, manchmal war es chaotisch, aber meistens hatten wir viel Spaß. Ab und zu flog jemand aus Teams und dann war mal ein Mikro nicht angeschaltet, aber zweimal die Woche konnten wir auch im Lockdown so zusammen spielen.

Aber nochmals zurück zum Anfang: Am Schuljahresbeginn haben wir in der 5b zunächst die Instrumente ausgesucht. Zum Glück hatten einige von uns beim Tag der offenen Tür schon mal geschnuppert. Denn ausprobieren durften wir sie wegen Corona leider nicht, aber jeder hat sich am Schluss doch für das richtige Instrument entscheiden können.

Dann ging es weiter mit immer neuen Herausforderungen für unser junges Ensemble. Die Auflagen änderten sich und auch unser gemeinsames Spielen und Üben war immer wieder neu und anders.

Mit den Instrumentallehrern konnten wir anfangs nur immer dienstags in der Schule musizieren, in der Lockdown-Zeit ging das Spielen dann nur noch online über Teams. Aber das klappte auch sehr gut.

Frau Russell hatte ganz tolle Ideen und hat uns die Stücke auf GarageBand aufnehmen lassen, so dass sie alle Instrumente zusammenschneiden konnte. Es war gar nicht so leicht, das richtige Tempo zu finden und zu spielen und sich gleichzeitig aufzunehmen. Wir konnten aber dann hören, wie wir zusammen klingen.

Im Wechselunterricht durften wir in der Schule nicht gemeinsam spielen. Darum hatte Frau Russell die Idee, dass wir nur unsere Instrumente mitbringen und ohne das Mundstück die Griffe üben.

Während des Wechselunterricht hat sie dann sogar die Gruppe, die zu Hause war, in ihren Freistunden auch noch unterrichtet, das war wirklich mega.

Und dann durften wir am 8. Juli 2021 endlich unser erstes Konzert spielen.

Die Wochen davor haben wir in ganz vielen Schulstunden und auch nachmittags dafür geübt. Als erstes haben wir unserer Parallelklasse bei ihrem Konzert zugehört und dann durften wir selber loslegen. Das war schon wirklich aufregend.

Unter dem Anbau waren Stühle und eine Bühne aufgestellt. Herr Rübenacker sprang am Schlagzeug ein.

Jedes Instrument hatte die Hauptrolle in einem Lied. Und die Musiker:innen waren natürlich auch entsprechend verkleidet.

Los ging’s mit der Begrüßung des Publikums durch Frau Russell, Tanja und mir: Wir haben erzählt wie es für uns in diesem Schuljahr mit all dem Hin und Her war, ein Instrument zu lernen. 

Dann spielten wir „Cadets on Parade“, danach kam „Let´s Rock“ und „Power Rock“, mit Querflöten, Klarinetten und dem tiefen Blech. Die Eltern und Familien waren begeistert. Dazwischen sagte Eva-Lotte noch etwas zu der Zeit im Lockdown.

Weiter ging es „Mama Mia“ und den Klarinetten als Leadinstument, in bunten Kostümen.

Die Trompeten hatten ihre Hauptrolle bei „Star Wars“ und am Ende spielten wir noch „Happy“, unser neuestes Stück  – und das waren wir dann auch wirklich.

Ein großer Applaus war ein schöner Dank für uns.

Nach einer Stunde Bläserkonzert bedankten wir und unsere Eltern sich noch herzlich bei Frau Russell für den tollen Unterricht und ihr großes Engagement. Herr Dr. Frings war auch da und sagte noch ein paar schöne Dinge, dass er sich zum Beispiel bei den vielen Top- Musiker:Innen keine Sorgen um unsere ABI-Band macht.

Und noch etwas Besonderes haben wir geschaffen: Unsere Stücke könnt ihr auf der SMG Homepage als Sommergruss anhören und ansehen. Denn Friedrich Bagel und Alexander Luzius haben mit ihrem Lego einen super tollen Videoclip für unsere Musik gedreht — schaut mal rein: https://www.smg-ingelheim.de/concertino-gruss/

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Schuljahr, mit hoffentlich ganz vielen Konzerten und neuen Stücken.

Ava Roučka, Bläserklasse – jetzt 6b